spoeconnect

eine Initiative der Bayreuther Sportökonomen

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Spoeconnect – eine Reise nach Stuttgart und die Rhein / Neckar-Region

 

Nach einem knappen Jahr Pause und einem Führungswechsel stand wieder eine eintägige Exkursion auf dem Programm. Ziel war dieses Mal die Agentur Steilpass in der schwäbischen Landeshauptstadt sowie ein Besuch in der Deutschlandzentrale von Intersport in Heilbronn und der Wirsol Rhein-Necker-Arena, der Heimspielstätte des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim.

 

Agentur Steilpass

Zu Beginn wurden wir sehr freundlich von Alumni Jens Leonhäuser und seinem Team in seinem einladenden Büro begrüßt. Nach einführenden Worten zur Entstehung der Agentur widmeten wir uns bald den Projekten der Agentur Steilpass. Am Beispiel des Kunden Intersport zeigte er uns Wege des strategischen Sponsorings auf. Bemerkenswert dabei ist, dass dies auf Grundlage eines selbstentwickelten Sponsoringkriterienkatalogs geschieht. Auch die Ermittlung relevanter Daten geschieht im eigenen Haus und kann somit individuell auf den Kunden abgestimmt werden. Die so entstandene und gepflegte Datenbank ermöglicht eine kontinuierliche, langfristige Beobachtung des Marktes. Entscheidender Vorteil, so Jens Leonhäuser, ist, dass man dabei sämtliche Emotionen bei einem Sponsoring isolieren kann. Bemerkenswert ist zudem, dass der Kunde Intersport durch reine Kaltakquise und einem mehrjährigen Prozess gewonnen wurde. Dies stellt auch die große Herausforderung der Agentur im Hinblick auf Neukundengewinnung dar.

Insgesamt war es ein sehr interaktiver Vortrag mit sehr vielen Fragen seitens der Studierenden. Mit Vorfreude auf die Einblicke bei Intersport machten wir uns auf den Weg ins Stuttgarter Theaterhaus, in dem uns ein Mittagessen erwartete.

 

Intersport Deutschland eG

Gut gestärkt und etwas verspätet erreichten wir dann die Zentrale der Intersport Deutschland eG. Dort erwartete uns David Tews aus dem Bereich Sponsoring/Marketing. Dieser führte uns durch das Haus. Dies beinhaltet 3 große Messehallen, in denen jährlich mehrere Ordermessen für alle Mitglieder des Intersport-Verbundes stattfinden. Auch sonst sind diese durch Musik- und Kulturveranstaltungen ausgebucht. Desweiteren konnten wir einen Einblick in das riesige Warenlager und deren Logistik ergattern. Das Funktionieren des Lagers ist besonders bei saisonalen Produkten wichtig. Bei einem kurzfristigen Wintereinbruch müssen die Händler innerhalb von48 Stunden z.B. mit Schlittschuhen beliefert werden können.

Die Entstehung von Intersport geht auf den Zusammenschluss einiger Händler zurück, die sich dadurch günstigere Einkaufspreise bei den Herstellern erhofften. Dies spiegelt sich bis heute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft wider.

Die Aufgabe der Marketingabteilung ist dabei den Händlern möglichst alle Aufgaben bis auf das Ein- und Verkaufen der Ware abzunehmen. Sie verstehen sich demnach als Dienstleister für die 1400 Intersport-Händler deutschlandweit. Sämtliche Prospekte und Kataloge werden in der Zentrale erstellt und können von den Händlern individuell und kostengünstig bezogen werden. Desweiteren ermöglichen sie besondere Marketingaktionen mit den Sportartikelherstellern, indem z.B. Fußballschuhe in bestimmten Farben exklusiv über Intersport zu beziehen sind.

Gegen Ende der Präsentation spannten wir dann den Bogen zum Sponsoring von Intersport und der Zusammenarbeit mit der Agentur Steilpass. Herr Tews ging dort besonders auf die Motivationsgründe von verschiedenen Sponsorings ein. Schon hier konnte wieder ein Bezug zu unserer nächsten Station, der TSG 1899 Hoffenheim hergestellt werden.

 

TSG 1899 Hoffenheim / Wirsol Rhein-Neckar-Arena

Zum Abschluss des Tages stand noch ein Besuch der Heimspielstätte der TSG 1899 Hoffenheim auf dem Programm. In der Wirsol Rhein-Neckar-Arena erwartete uns Adham Srouji, Leiter Marketing/Vertrieb der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH. Einleitend wurde die Entwicklung des Vereins seit 2006 thematisiert. Im Mittelpunkt stand dabei der sportliche Erfolg und die damit verbundenen strukturellen Veränderungen im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich. Auch die Verdienste Dietmar Hopps kamen zur Sprache. Diese betreffen nicht nur die Investitionen im Profifußball, sondern vielmehr die Förderung der Jugend in verschiedenen Sportarten sowie sein soziales Engagement im Bereich der medizinischen Forschung. Beim Thema Sponsoring kam dann besonders nochmal das Sponsorship Intersports auf. Da David Tews uns auch nach Sinsheim begleitete, entstand auch hier eine angeregte Diskussion mit beiden Seiten und der Studierenden. Den Abschluss bildete eine Stadionführung, bei der besonders die Vermarktung des Businessbereichs thematisiert wurde. Ausklang fand diese Exkursion in einer Stadionloge, in der Adham Srouji auch den letzten Fragen der Studierenden Rede und Antwort stand.

Ein besonderer Dank gilt dabei unseren Referenten Jens Leonhäuser, David Tews und Adham Srouji, die sich für uns die Zeit genommen haben und außergewöhnliche Einblicke in ihr Arbeitsleben gewährt haben. Danken möchten wir auch Meike Schumacher und Kathrin Geller von der Agentur Steilpass, die uns den ganzen Tag begleiteten.


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